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17. Juni 2007
Festival Musik & Wein im Ahrtal,
"Klosterruine Marienthal" mit:
JIRI STIVIN ALI HAURAND
RAFEL CORTES & BAND
JAN AKKERMAN & BAND
Konzert ausverkauft, wunderschönes Ambiente, erstklassige europäische Musiker und ein begeistertes Publikum: das zeichnete dieses spezielle Musikfestival aus. Dabei war es nicht so tragisch, dass das schöne Wetter an diesem Sonntag in den Abendstunden sich mit heftigen Regenfällen verabschiedete….mehr dazu später !
Für dieses Open Air Festival wurde erstmalig die "Klosterruine Marienthal" ausgewählt. Ruhig gelegen, keine Großstadthektik. Für ein entspanntes Umfeld war gesorgt, beste Voraussetzungen für den Genuß anspruchsvoller Musik.
Musik & Wein lautete das Festival im Untertitel. In der Tat konnten die zahlreichen Gäste Ihre Getränke und Ihren Imbiss während der künstlerischen Darbietungen zu sich nehmen, das gastronomische Personal war optimal vorbereitet. Die Veranstalter schufen einen ungezwungenen und stressfreien Rahmen.
JIRI STIVIN (SAX und verschiedene Flöten ) + ALI HAURAND (Akustik Bass) waren die ersten Künstler an diesem frühen Sonntagabend. Der in Prag geborene Musiker ( 1942 ), studierte in Prag und London, legt sich musikalisch nicht in eine Richtung fest. Sein Interesse für Jazz, Klassik oder Rock spiegelt sich in seinen Arbeiten und Projekten wieder. Ob es die Einspielung mit seinem Sohn Jiri ( drums ) für das Prager Super-Quartet ist, zahlreiche Produktionen mit dem "European Jazz Ensemble", Klassikeinspielungen von Antonio Vivaldi und Georg Phillip Telemann oder mit Ali Haurand als Duo. Sehr zu empfehlen ist hierbei die Produktion "JUST THE TWO OF US"

Top Jazz Bassist ALI HAURAND, 1943 in Viersen geboren, erhielt 2005 eine sehr renomierte Kunstpreisauszeichnung aus unserem Nachbarland Frankreich. Ernennung zum "Chevalier de I’ Ordre des Arts et des Lettres." Er war Gründungsmitglied des European Jazz Ensembles, spielte schon in sehr frühen Jahren mit Ben Webster, John Handy, Gerd Dudek, Manfred Schoof, in den 70 Jahren dann mit Joachim Kühn, Charlie Mariano, Daniel Humair, Jan Akkerman - um nur einige zu nennen. Sehr erfolgreich ist er im DUO mit seinem Partner Jiri Stivin, oder auch mit dem Trio "Humair-Mariano-Haurand" und dem "European Jazz Ensemble". Rastlos unternimmt Ali zahlreiche Tourneen in Deutschland und Europa, Gastspiele in USA, Japan folgt noch dieses Jahr. Mit seinem Freund Jiri Stivinist er seit 2007 in Europa auf Tour. Die Harmonie der Beiden ist aussergewöhnlich ausgeprägt. Und dass Jazzmusiker großen Humor haben, und diesen dann noch mit dem Publikum teilen, davon konnten sich die zahlreiche Gäste an diesem Abend überzeugen.
Setlist des ersten Teils:
- Pulque, Komp. Ali Haurand
- Autumn Leaves, Joseph Kosma
- Loverman, Jimmy Davis
Stücke des American Songbooks, mit Elementen der Improvisation. Jeder nimmt sich die Freiheit, musikalisch eine "eigene Reise" zu unternehmen. Das klingt sehr spannend, hat Dynamik und als Zuhörer stellt sich schnell die Frage: Was kommt jetzt ? Am Ende der Stücke finden beide jedoch wieder auf dem musikalischen Weg zusammen. So ging es auch bei den weiteren Stücken Ihres Auftritts.
2 Teil
- Bazalicka, Komp. Jiri Stivin
- Round Trip, Komp. Ornette Coleman
- Ballad for W.L., Komp. Jiri Stivin
- Don Cherry, Komp. Joachim Kühn & Ali Haurand
- In the Folktune, Komp. Jiri Stivin
- No More Chains, Komp. Ali Haurand
- Up Hahn The Swing, Komp. Jerry Hahn & Ali Haurand
Das Publikum forderte Zugaben. Eine bluesige Nummer "Blues in F" animierte zum Mitklatschen. Beide präsentieren ein sehr abwechslungsreiches Programm.
Flamenco Musik von RAFAEL CORTES & BAND, die 2. Formation an diesem Abend. Der 1973 geborene Cortez, wohnhaft in Essen, gab schon mit 5 Jahren sein erstes Konzert. Sein Können führte sehr schnell zu Konzertverpflichtungen in seinem Heimatland Spanien und dem restlichen Europa. Ob im Vorprogramm bei Paco De Lucia oder bei den Jazz Festivals in Leverkusen und der Jazz Rally Düsseldorf. Die Musik von Cortes geht ins Blut und regt zum Tanzen an. Dezente Jazz- und Pop-Elemente verarbeitet er in seinem souveränen Gitarrenspiel.
Leichte Grooves erzeugte sein Percussionist David Bravo und sein 2. Gitarrist Juanfe Luengo. Dazu gab es in seiner Formation einen männlichen Vocalisten und eine sehr charmante Tänzerin, die musikalische Verve wurde damit optisch adäquat in Szene gesetzt.
Stücke wie Buleria und Mi Kumpel ( Komposition R. Cortes ) zeigten, über welche Fähigkeiten dieser Musiker verfügt. Die Chick Corea Komposition "Spain" wurde von R. Cortes und seinem Ensemble mit eigener Note gespielt. Standing Ovations, 2 Zugaben….Das Publikum war aus dem Häuschen ! Etwas überrascht schien R. Cortes auch zu sein, so eine Resonanz….! Wir Gratulieren !
JAN AKKERMAN & BAND
Der niederländische Ausnahme Gitarrist erhielt 2005 den "GOLDEN HARP AWARD" für sein musikalisches Schaffen, dieses Jahr folgte eine Filmdokumentation und zeigte uns "Jan Akkerman on the Raod". Musikalisch kennt Jan Akkerman keine Grenzen. Blues, Rock, Jazz oder Klassik…Nur sehr wenige Gitarristen haben den Mut, diese Vielfalt zu bändigen. Ob mit Charly Byrd, B.B. King, Rosenberg Trio, Joachim Kühn, Ali Haurand, Claus Ogermann ICE T und vielen weiteren Künstlern: Jans Spektrum ist enorm.
"Vor diesem Mann habe ich großen Respekt" - so B.B. King in einem Interview zum Können von Jan Akkerman. 60 Jahre ist Jan Akkerman und für neue Sounds offen. Entsprechend war dann auch der Aufbau seines Equipments, ca. 40 Minuten dauerte es.
JAN AKKERMAN & BAND eröffneten Ihr Konzert mit dem Stück "IN THE MOOD" aus dem 2003 veröffentlichen Studio Album "CU".

Eine groovige Nummer, Jazz und Funk aus einem Guss! Es folgten "ANONYMOUS, QUESTIONS & ANSWERS + HOUSE OF THE KING", die Jan Akkerman in neuem Arrangement präsentierte. Dabei spielt sein Keyboarder eine wichtige Rolle. Coen Molenaar kommt vom Jazz und ergänzt Jan ideal. Durch das hervorragende Spiel dieses Musikers erhalten Jan Akkermans Stücke sehr viel Jazz-Feeling !
Aber das Wetter meinte es nicht so gut mit Jan Akkerman. Ein sehr heftiger Regen führte zu einem Abbruch, leider ! Gerne hätten die Gäste Jan Akkerman noch länger spielen sehen, dafür ist dieser Musiker einfach zu spannend! CU next Time!
Theodor Stergianopoulos
Köln, 01.07.2007 |
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